Peter Kiesewetter

(1945 – 2012)
Kiesewetters Schaffen umfasst die meisten musikalischen Gattungen. Seine große Vorliebe gilt
dem Vokalen, im kammermusikalischen, vor allem aber im sakralen Bereich als Symphonie,
Oratorium, Passion, Messe, Motette oder Psalm.
Peter Kiesewetter erhielt bedeutende Auszeichnungen und Preise. Seit 2004 ist er Ordentliches
Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München.

Kurzvita:
Peter Kiesewetter wurde 1945 in Marktheidenfeld (Unterfranken) geboren. Er studierte Komposition bei Günter Bialas an
der Musikhochschule München.
Neben seiner langjährigen Lehrtätigkeit als Hochschuldozent und Professor schuf er Werke der meisten musikalischen
Gattungen und veröffentlichte zahlreiche analytische und musikkritische Texte. Hohen Bekanntheitsgrad erlangte der von
Gidon Kremer weltweit aufgeführte, von Yehudi Menuhin nachgespielte TANGO PATHÉTIQUE.
Im Herbst 1992 zwang Kiesewetter eine schwere Krankheit zum Rückzug von jeglicher Lehr- und Rezensionstätigkeit –
etwa 13 Jahre später zur Aufgabe des Komponierens.
Wichtige Stationen für den Komponisten Peter Kiesewetter waren einerseits die jeweils halbjährigen Studienaufenthalte
1983 und 1984/85 in der Villa Massimo in Rom und andererseits 1991 das Erlebnis Wüste in Israel.
Nach der Uraufführung seiner Zweiten Symphonie in Tel Aviv mit dem Kibbutz Chamber Orchestra unter Lior Shambadal
und einer darauffolgenden Konzertreise durch Israel und Deutschland entstanden weitere groß dimensionierte Stücke, wie
JESHIMÒN (Wüste) oder BERESHÌT („Im Anfang…“, nach Worten des Buches Genesis).
Ein Schwerpunkt Peter Kiesewetters – neben einem Kompendium von Werken mit der Zither im Mittelpunkt – ist die
Vokalmusik. Er schuf zahlreiche Werke für Ensemble a cappella und mit instrumentaler Begleitung. Sein besonderer
Augenmerk galt den vokalen Großformen: Kantate und Oratorium (GENESIS 1983, ULRICHSVESPER 1992).

Unter den wichtigsten Auszeichnungen des Komponisten sind zu nennen:
1970 Richard-Strauss-Stipendium der Landeshauptstadt München.
1979 Förderpreis Musik der Landeshauptstadt München.
1980 Förderpreis Musik der Akademie der Künste Berlin.
1982 Stipendium Villa-Massimo
1982 Kompositionspreis beim Europäischen Wettbewerb des Symphonieorchesters Arhus/Dänemark
2003 Gerda und Günter Bialas-Preis.
2004 Wahl zum Ordentlichen Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München.

Im Klangmueller Musikverlag erschienen sind:
op.30 CANTI ZOPPI
b für Sopran und Klavier
op.38 FÜNF LIEDER für gemischten Chor, Klarinette, Horn und Klavier
op.45 LAUDES CREATURARUM
b für Sopran, Viola und Orgel
op.58 MESSE (Faksimile) für vier- bis neunstimmigen gemischten Chor a cappella
op.77/2 A MASQUE für Nay und Kushnay (Flöte/Oboe)
op.77/3 EXCENTRIQUES Bagatellen für Violine und Klavier
op.82 IM AUGE DES WIRBELSTURMS für 4 Schlagzeuger
op.87 PROMETEO Piccola mitologia per gran‘ orchestra
op.88 DER 104. PSALM für 5-stg. gem. Chor a cappella
op.89 PSALM 36 (Gott, die Quelle des Lebens) für Sopran und gem. Chor
op.92 ÁRISTÒN MÈN HYDOR nach Texten von Pindar für 4 Bässe und 4 Schlagzeuger
op.93 EXSULTET für Sopran und Orgel
op.94 PASSATEMPO für Klavier zu vier Händen
op.96 ANTIGONE für Gesang und Klavier
op.98 TRIONFO DELLA MORTE – MONUMENTUM/PALIMPSEST für Mezzosopran, Bariton, Viola, Harfe, Klavier
op.99 VERGINE BELLA – Canzona a 3 für Sopran, Laute (Zither) und Orgel
op.100 SPHINXES für Violine, Klarinette, Violoncello, Klavier
WoO/15 HOHO, LIEBER HANS für 4stg. gem. Chor a cappella
WoO/16 CHRISTEN SINGT MIT FROHEM HERZEN für 4stg. gem. Chor a cappella
Werke von Kiesewetter sind auch auf der CD ZITHER MOVES zu hören.

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